SPRIND: Deutschland soll springen
Deutschlands Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIND) sucht Lösungen zum Schutz kritischer Infrastruktur vor Drohnen. Unkomplizierte Förderung soll Abhilfe schaffen.

- Benedikt Egetemeyr
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Im neu aufgelegten Format Funke Anti-Drone Response 2.0 sucht das deutsche DARPA-Pendant Systeme, die Drohnen abfangen oder umleiten können. Ziel dieses Formats ist es, die Entwicklung neuer und innovativer Technologie in Deutschland zu fördern. Hierbei unterscheidet die Bundesagentur zwischen Challenges und so genannten Funken. Challenges sind größere Formate mit längerer Laufzeit und hoher finanzieller Förderung. Funken sind kürzere Formate mit etwas geringerem Budget. Beide sind jedoch darauf ausgerichtet, innovative und notwendige Schlüsseltechnologien zu finden und die Deutschlands Innovationskraft schnell und unbürokratisch zu fördern.
Im aktuellen Funke Anti-Drone Response 2.0 wird ein Drohnenabwehrsystem gesucht, welches ankommende Drohnen erkennt, abfängt oder umleitet. Dabei darf die Drohne nicht zerstört werden oder in sonstiger Weise eine Gefahr für das Umfeld darstellen. Zudem muss das Projekt bereits mindestens ein Technology Readiness Level (TRL) von 3 bis 4 aufweisen. Dies inkludiert erste Proof-of-Concepts (PoC) und Laborvalidierungen. Mit einem solchen System sollen Einrichtungen der kritischen Infrastruktur wie Flughäfen, Kraftwerke oder andere Versorgungspunkte vor Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm und mit einer Geschwindigkeit von bis 200 km/h geschützt werden. Der Funke findet in Kooperation zwischen der schwedischen Innovationsagentur Vinnova und dem SPRIND statt.
Ein erster Anlauf zu diesem Thema wurde zuvor nach der ersten von drei Stufen abgebrochen. Es seien zu wenige Systeme den Anforderungen gerecht geworden. Insbesondere durch die zunehmend angespannte geopolitische Lage und die Zunahme der Angriffe auf die kritische Infrastruktur Deutschlands, so zuletzt auch in Berlin, lässt sich gespannt auf den Ausgang des zweiten Anlaufs blicken.