Veeam kauft Securiti AI: 1,7 Milliarden Dollar für sichere KI-Daten
Der Backup-Spezialist Veeam erweitert sein Portfolio massiv im Bereich KI-Sicherheit und Governance. Mit der nun abgeschlossenen Übernahme von Securiti AI will das Unternehmen eine umfassende Plattform für Data Resilience und Data Security Posture Management etablieren.

- Arne Bauer
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Veeam Software hat am heutigen Donnerstag den Abschluss der Übernahme von Securiti AI bekanntgegeben. Der Kaufpreis für den auf Datensicherheit und KI-Governance spezialisierten Anbieter beläuft sich auf 1,725 Milliarden US-Dollar. Im Zuge der Akquisition integriert Veeam rund 600 Mitarbeiter sowie die Technologie von Securiti AI in seine eigene Struktur. Rehan Jalil, Gründer und CEO des übernommenen Unternehmens, wechselt als „President of Security and AI“ in die Führungsetage von Veeam.
Verschmelzung von Backup und Governance
Mit dem Zukauf reagiert Veeam auf die veränderten Anforderungen in Unternehmens-IT-Umgebungen, in denen unstrukturierte Daten mittlerweile rund 90 Prozent des Bestands ausmachen und zunehmend als Basis für KI-Modelle dienen. Ziel der Übernahme ist es, die klassische Data-Resilience-Plattform von Veeam mit dem Data Security Posture Management (DSPM) von Securiti AI technisch zu vereinen. Veeam-CEO Anand Eswaran begründet diesen Schritt mit der hohen Fehleranfälligkeit aktueller KI-Projekte, die oft an einer mangelnden Vertrauenswürdigkeit der Datenbasis scheitern würden. Da KI-Agenten und Modelle mit maschineller Geschwindigkeit auf Informationen zugreifen, seien herkömmliche, fragmentierte Sicherheitslösungen oft zu langsam für eine effektive Absicherung.
Echtzeit-Überwachung und „Cleanroom“-Wiederherstellung
Technisch verspricht die Fusion eine zentrale Übersicht über sämtliche Datenbestände, unabhängig davon, ob es sich um strukturierte oder unstrukturierte Daten in der Cloud oder On-Premises handelt. Die Plattform soll dabei Governance-Richtlinien und Compliance-Vorgaben durch identitätsbasierte Zugriffskontrollen in Echtzeit durchsetzen. Ein Kernaspekt der neuen Lösung ist die Bereitstellung validierter Datenpipelines für das KI-Training.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Wiederherstellung nach Sicherheitsvorfällen: Die integrierte Technologie soll sogenannte Cleanroom-validierte Restores ermöglichen. Dies erlaubt Unternehmen nicht nur die Wiederherstellung roher Daten, sondern auch das präzise Rollback von KI-Pipelines, Einbettungen (Embeddings) und Modellgewichten, falls diese durch Angriffe wie Data Poisoning kompromittiert wurden.
Für Veeam bedeutet der Deal eine strategische Weiterentwicklung vom reinen Backup-Anbieter hin zu einem umfassenden Provider für Datensicherheit. Analysten bewerten die Zusammenführung von Datensicherung und Datenschutz-Management als notwendigen Schritt, um KI-Initiativen im Enterprise-Umfeld gegen interne und externe Risiken abzusichern.
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